Lebenskrisen, Burnout und Depressionen

Beratende Gespräche und Psychotherapie

"Burnout":

Als "Burnout" wird im Allgemeinen ein veränderter Zustand mit niedergedrückter Stimmungslage, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit oder auch psychosomatischen Symptomen bezeichnet. Häufig wird ein Burnout durch das gleichzeitige Auftreten von beruflichen und privaten Belastungen hervorgerufen.

 

"Burnout" ist keine offizielle Diagnose im ICD-10 (International Classification of Diseases), sondern entspricht formal einer Anpassungsstörung oder alternativ Depression mit Ursachenzuschreibung, nämlich einer außergewöhnlich hohen Belastung.

 

In den Gesprächen geht es zunächst um ein gemeinsames Verstehen der Situation, eine Ursachenanalyse. Sobald die Ursachen und Zusammenhänge der gegenwärtigen Lage hinreichend verstanden sind, wird gemeinsam ein Plan entwickelt um die aktuelle Situation zu verbessern. Dies beinhaltet meistens sowohl eine Anpassung des inneren Umgangs mit der Situation als auch die Veränderung äußerer Umstände.

 

Eine Kombination von klassischen Terminen in der Praxis und Online-Terminen hat sich bewährt und richtet sich nach den individuellen Wünschen des Patienten. Häufig sind Patienten, die von Burnout betroffen sind, beruflich stark eingebunden und terminlich eingeschränkt. Die zeitliche Nähe von Gesprächsterminen und Erprobungsmöglichkeiten in der beruflichen Praxis kann den Prozess der Veränderung begünstigen.

Lebenskrise und Anpassungsstörung:

Menschen geraten manchmal schleichend oder plötzlich in eine veränderte und belastende Lebenslage, die so nicht in ihrem Lebensplan vorgesehen war. Hierzu gehören beispielsweise Scheidungen, schwere Erkrankungen oder berufliche Veränderungen. 

Gelingt die erfolgreiche Anpassung an die neue Situation über längere Zeit nicht, kann dies zu einem anhaltend belastenden Zustand führen, der durch einen hohen Leidensdruck gekennzeichnet ist, und in eine Depression übergehen kann.

 

Durch das gemeinsame Erarbeiten, Abwägen und geplante Umsetzen von inneren und äußeren Veränderungsmöglichkeiten kann die Situation schrittweise verbessert werden. Die Gesprächstermine können sowohl klassisch in der Praxis als auch Online durchgeführt werden.

Depression:

Eine Depression ist ein Zustand mit u.a. anhaltend niedergedrückter Stimmungslage, Antriebsmangel, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Suizidgedanken und Freudlosigkeit. 

Es wird unterschieden zwischen einer leichten, mittleren und schweren depressiven Episode. Die Symptomatik einer Depression kann individuell unterschiedlich aussehen. 

 

Sollten diese Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen und sich verfestigt haben ist eine Psychotherapie indiziert. Eine verhaltenstherapeutische Psychotherapie setzt bei Ihrem Verhalten und Ihren Gedanken an. Die Biografie wird erfasst und einbezogen soweit es für das Verständnis der aktuellen Situation nötig ist, steht jedoch nicht im Mittelpunkt. 

 

Sowohl Psychotherapie als auch Antidepressiva sind durch Studien als wirksam belegt, am wirkungsstärksten ist die Kombination von beidem. 

Sollte die Schwere der Symptomatik dies erfordern oder besteht ein dringender Wunsch seitens des Patienten können Antidepressiva hinzugezogen werden.

 

Die Prognose einer Depression ist in den meisten Fällen gut, chronische Depressionen sind selten. 

 

Die Behandlung einer Depression kann sowohl mit klassischen Terminen in der Praxis als auch mit Online Psychotherapie durchgeführt werden. Die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme im häuslichen Umfeld kann den therapeutischen Prozess positiv beeinflussen und Verhaltens-Änderungen im Alltag erleichtern.